Elche, Rentiere, Sauna, jede Menge Wald und was noch?
Das mein erstes Posting mit Finnland beginnt, ist dem Zufall zuzuschreiben.
Wie´s dazu kam..., dazu noch mehr.
Ansich, obwohl ich mich für einen interessierten Erdenbürger halte, habe ich mir über Finnland ehrlich gesagt, eher selten Gedanken gemacht. Ich schätze schon seid Jahren einen angenehmen Aufenthalt in einer "Finnsauna", aber Finnland...
Ja, da ist man mit seinem Wissen über Land und Leute, deren Kultur und sonstigen Errungenschaften schnell am Ende. Obwohl Finnland nur ein wenig kleiner als Deutschland ist, und objektiv betrachtet, gar nicht mal weit weg, ist mir dieses Land nie wirklich bis zu meinem Bewußtsein vorgedrungen.
Dieses soll sich mit einem ersten Annäherungsversuch ändern.
Also..., wie kams ?
Eigentlich bin ich ja kein großer "Fan" von Weihnachtsmärkten, aber dieses Jahr hat es mich dann doch auf den hiesigen in Kiel verschlagen. Nach den üblich unzähligen Buden mit gebrannten Mandeln und Glühwein, sowie auch allerlei Klimbimms, der so auf Weihnachtsmärkten alljährlich an den willigen Konsumenten gebracht werden soll, bin ich dann tatsächlich auf etwas Interessantes gestoßen, was zwar gut auf einen Weihnachtsmarkt passt, dennoch eher selten zu finden ist.
Pausbäckig und traditionell verkleidet stand sie in ihrer hölzernen Verkaufsbude und kredenzte nun Honig aus Finnland an. Gut, möge man sagen. Nichts besonderes. Honig gibt es in deutschen Landen reichlich und ist von daher nichts Außergewöhnliches. Doch der Schein trügte.
Nach Ausgiebiger "Testphase" durch die unterschiedlichen Honigsorten mit einem schmalen Holzspachtel, wurde mir dann aber doch klar, dass es sich eben nicht nur um einfach Honig handelt. Manch Sorte war sicher recht vergleichbar, mit dem, was man auch hier so in heimischen Supermärkten bekommt. Da ich mich als "Leckermäulchen & Naschkatze" bekenne und urtümlich aus der Gegend der Lüneburger Heide mit ihren bekannten "Heidehonig" stamme, musste ich dann feststellen, dass das was sich da auf meiner Zunge breit machte, doch was ganz besonderes ist.
"See in Finnland"
"Gewonnen in unberührter Einöde,
wo Elche und Bären im Schatten uralter Föhrenwälder ihr Zuhause haben",
kann man auf den kleinen Tiegeln, in denen der Honig abgefüllt wird lesen. Und tatsächlich möchte man es beinahe glauben so großartig schmeckt er. Ich entscheide mich für die Sorte "Arktischer Honig" & "Fichtenhonig" und bin mal abgesehen vom Preis sehr zufrieden. Zugegeben... 4€ für 125Gramm Honig sind sicherlich kein Pappenstiel, aber man bekommt, wenn man mag, drei Tiegel für 10€. Das ist sicherlich noch immer kein Schnäppchen, aber jeder der mal über einen Weihnachtsmarkt geschlendert ist, und sich zu zweit, je einen Glühwein und ne Bratwurst gegönnt hat, kommt mit 10 € nicht mal hin.
Für mich, so finde ich, hat es sich alle male gelohnt, denn ich habe nun was ganz "Besonderes" im Schrank stehen und finde das jeder Tropfen sein Geld wert ist.
"Honigbienen bei der Arbeit"
Für alle Interessierten, die sich den absoluten "Honigkick" geben wollen kann ich nur die Sorte
"Moltebeerhonig" empfehlen, der mir persönlich mit 24€ pro 125 Gramm Honig zu teuer war.
Wer aber wirklich eine Spezialität in Sachen Honig sucht ist mit dieser Sorte bestens bedient.
Auf der Hauseigenen Seite http://www.lappi-hunaja.fi/ wird er als eine der seltensten Honigarten der Welt beschrieben, der berechtigt ist, sich als "Champagner unter den Honigarten" zu nennen.
Es ist nicht gelogen... Ich habe ihn probiert. Es war ein Geschmackserlebnis der "anderen Art", und hat mich zu diesem Artikel inspiriert...


